Freitag, 20. Januar 2017

Rezension: Wo ist die Wurst?

Hm tja, heute geht es um ein Kinderbuch zu einem ganz speziellen Thema! Mit 3 1/2 Jahren besteht der Jüngste nach wie vor darauf, gewickelt zu werden und lässt sich auch nicht davon beeindrucken, dass jüngere Kinder in seiner Kindergartengruppe bereits auf die Toilette gehen. Bisher war ich da eigentlich ganz gelassen, aber so langsam schleichen sich Zweifel ein und ich überlege ernsthaft, wie wir die Windeln loswerden, denn er merkt ja, wenn er muss und kann es kontrollieren. Habe ich vielleicht den richtigen Zeitpunkt verpasst? Wie kann ich ihn dazu motivieren? Oder sollte ich doch die Nerven behalten und abwarten, bis er von selbst beschließt, dass er keine Windeln mehr braucht?
Tja, jedenfalls ist das Thema hier ganz schön präsent und da passt das neue Buch "Wo ist die Wurst?" von Birgit und Stefan Kippenberger, das heute im Tulipan-Verlag erscheint, ganz wunderbar. So jedenfalls meine Hoffnung und tatsächlich hat Elias sich das Buch sofort geschnappt und Linnea hat es uns vorgelesen. Worum geht es?

Eddi und seine ältere Schwester Zoe spielen gemeinsam im Hof Fußball, bis Eddi plötzlich Pipi muss. Aber sie wohnen doch im fünften Stock! Glücklicherweise hört Frau Sperling aus dem Erdgeschoss die Unterhaltung der Geschwister und bietet Eddi an, ihre Toilette zu benutzen. Aber was für ein Malheur: Herr Sperling hat vergessen abzuziehen und alle schauen auf die große braune Wurst. Verlegen drückt er auf die Spülung und schickt die Wurst damit auf ihre Reise. Aber wohin geht der Weg von Kacka, Pipi und so? Zusammen mit Herrn Sperrling folgen die Kinder der Spur im Rohrsystem der Kanalisation bis zur Kläranlage. Dort lernen sie, wie die schmutzige Brühe eine erstaunliche Wandlung durchmacht und schließlich aus Kacke Dünger und aus Pipi Trinkwasser wird.

Zusammen mit Eddi und Zoe lernen wir also, wie eine Kläranlage funktioniert und das ist gar nicht peinlich, sondern witzig und lebendig erzählt. Linnea hat besonders gut gefallen, dass das, was die einzelnen Figuren sagen, jeweils in einer eigenen Farbe geschrieben ist, so dass man beim Lesen den Überblick behält. 
Außerdem sind die Illustrationen von Caepsele ganz wundervoll und laden dazu ein, immer weder neue Details zu entdecken.
Na und als Eltern lernt man natürlich auch noch was dazu. Ich wusste jedenfalls noch nicht, dass die Bakterien, die in der Kläranlage das Wasser reinigen, danach in einen so genannten "Faulturm" kommen, wo Gas zum Heizen entsteht. Noch mehr Wissenswertes und ein Rätsel zum Staunen findet sich im Anschluss an die Geschichte.
Das klärende Sachbuch "Wo ist die Wurst?" macht jedenfalls viel Spaß und ist nicht nur für jüngere Kinder interessant.

Sonntag, 15. Januar 2017

Wochenende in Bildern 14. / 15.01.17

Mein erstes Wochenende in Bildern im neuen Jahr mit leckerem Essen, wenig Schnee und Fundsachen.
Der Samstag beginnt mit einem neuen Tee, den ich am Freitag in unserem Supermarkt entdeckt habe.


Außerdem probieren wir Einhorn (so heißt das tatsächlich und besteht aus 100% Einhorn-Pups).
In der Post ist ein neues Rezensionsexemplar, auf das ich mich schon freue und ein Fachbuch für die große Tochter, über das ich mich ziemlich ärgere. Eine Master- oder Bachelorarbeit veröffentlicht als Taschenbuch für 59,90€ finde ich echt dreist. Und in der Universitätsbibliothek ist das Buch anscheinend verschwunden.
Elias mag eh die Verpackungen am liebsten.
Dann schmücken Elias und ich den Baum ab und der große Sohn bringt ihn zum Straßenrand. 
Adieu Weihnachtsbaum!
Der Mann bringt mir ein Hähnchen aus dem Landmarkt mit und nach ganz langer Zeit gibt es mal wieder ein Brathähnchen. Da muss ich erst mal im Kochbuch nachlesen, aber die Methode mit dem Braten auf einem Rost über einem Blech mit grobem Salz funktioniert sehr gut und das Hähnchen ist wirklich lecker. Nach dem Essen schwirren der Mann, die große Tochter und der kleine Sohn los zum Schwedischen Möbelhaus und die jüngere Tochter zu ihrer Freundin.
Als Aufräumaktion des Tages wird heute das Teefach aussortiert. Da ist doch schon einiges abgelaufen oder wird nicht mehr getrunken.
Auch der Wohnzimmertisch ist noch dran und der Boden wird gesaugt. Nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber es muss ja manchmal sein.

Dafür ist es danach um so gemütlicher, auf dem Sofa zu sitzen und zu stricken, während es draußen anfängt zu schneien.
So um 17 Uhr raffe ich mich noch auf und backe meinen liebsten Zitronenkuchen mit der Zitrone, die mir eine Freundin aus Spanien mitgebracht hat - frisch vom Baum gepflückt.
Als der Mann wieder da ist, schläft Elias und wir lassen ihn noch ein bisschen auf dem Sofa schlummern. Dann ist schon bald Bettzeit für ihn. Der große Sohn fährt noch zu einer Party und ich hole Linnea ab. 
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Am Sonntag liegt dann tatsächlich etwas Schnee, wenn auch wenig. Wir sind alle etwas übermüdet, denn der Mann hat den großen Sohn nachts noch abgeholt und Elias ist natürlich auch wieder früh wach. Gegen Mittag gehen wir zur Messdienerstunde durch den Schnee, aber als wir zurück gehen schmilzt es auf der Straße schon.
Solche idyllischen Momente sind leider die Ausnahme. Unser wilder Junge tobt ganz schön gerne durchs Haus und quittiert Vorschläge, doch mal raus zu gehen, um sich auszutoben dann einfach mit einem "Nein!". Ganz schön anstrengend!
Den Mann habe ich anscheinend angesteckt mit dem Aufräumvirus. Er räumt seine Sachen auf und findet tatsächlich noch alte Broschüren über das Reisen in die DDR.
Inzwischen sitzt der Kleine in der Badewanne und wir können den Tag bald beenden. Ach nee, der große Sohn hat noch Hausaufgaben zu besprechen... und morgen funktioniert dann hoffentlich auch wieder unser W-Lan.
Euch eine gute Woche!
Die "Wochenenden in Bildern" werden gesammelt von Frau Mierau, die aktuellen findet ihr hier.

Donnerstag, 12. Januar 2017

12 von 12 im Januar

Auch im neuen Jahr möchte ich versuchen, bei der Aktion #12von12 dabei zu sein. 12 Bilder am 12. eines Monats. Gesammelt werden die #12von12 bei Caro von Draußen nur Kännchen und hier könnt ihr meine #12von12 von 2015 sehen.

Heute ist das ein Donnerstag und Elias ist schon früh wach. Er beschließt bereits um kurz vor 6:00 Uhr, dass er aufstehen möchte und kuschelt sich dann aber nochmal aufs Sofa. Auch der Weihnachtsbaum leuchtet bei uns noch.
Wir frühstücken und nach und nach machen sich alle auf den Weg zur Schule und zur Arbeit. Elias und ich machen uns um 8:00 Uhr auf den weg zum Kindergarten. Da ist es noch ein bisschen dunkel, aber es dämmert schon.
Im Kindergarten kaufe ich Karten für ein Marionetten-Theater, das der Elternrat organisiert. Die Geschichte von Wanja mag ich sehr, das wird bestimmt ein schönes Stück.

Da es stürmisch werden soll, räume ich im Garten noch ein bisschen auf und beziehe das Bett vom mann neu - damit er es schön kuschelig hat.
Schreibtischzeit mit Wildapfel-Zimt-Tee von Pukka. Ein paar Überweisungen stehen an, Papierkram für die Praxis, ebay-Verkäufe und dies und das.
Dann kommt der gemütliche Teil des Vormittags: Strickzeit und Podcast hören. Allerdings macht mir das W-Lan zu schaffen, das sich ständig abschaltet.
Ich sträube mich noch dagegen, mich den ganzen Nachmittag mit der Problemlösung zu beschäftigen.
Also poste ich erstmal auf Instagram den Fortschritt beim Minimalism Game, heute 12 Teile aussortiert.
Linnea hat sich Fischstäbchen mit Spinat zum Mittagessen gewünscht. Das geht natürlich schnell. Der Sohn ist auch da, muss aber nochmal zur Schule.
Linnea hat einen Friseurtermin und kommt mit schön geschnittenen Haaren wieder, die jetzt wieder richtig Schwung haben. Ich hole Elias noch im Trockenen vom Kindergarten ab und wir besuchen noch eine Freundin und ihre Kinder. Dann ist Badezeit und die nutze ich, um jetzt die Bilder von unserem 12.1.2017 hochzuladen.

Mittwoch, 11. Januar 2017

More than knitting #15: Der faserverzückte Jahresrückblick 2016



Work in Progress:


Der Faserverzückte Jahresrückblick 2016

1. 2016 – dein Craftingjahr:

– die Highlights: Heaven and Space von Martina Behm
– Neues ausprobiert/gelernt? Ziggurat Methode von Asa Tricosa
– die schlimmsten Reinfälle: falsches Garn für Sockenferse genommen
– Deine Lieblingsteile 2016 siehe Highlight :-)

2. Der Stash 2016

– Zu- oder Abnahme? Zunahmen
– Deine (Garn)Vorlieben 2016 Silky Merino von Malabrigo
– Neuentdeckungen? ---
– Was ausgemistet? kommt noch

3. Events und Aktionen

– deine Highlights? Aktionen bei Podcasting auf Deutsch; Kreativ-Nachmittag; Kurs mit AsaTricosa
– neue Leute getroffen? Ja!
– weiteste Reise zu Craft-Events? (falls du gereist bist) nur nach Köln
So, und jetzt noch ein paar allgemeine Fragen zu eurem 2016, die nicht unbedingt aufs Handarbeiten bezogen sind. :)
* Song des Jahres? ich höre lieber Podcasts
* Buch des Jahres? Unterleuten von Juli Zeh
* Drei Dinge, die du nicht hättest missen wollen? Reise nach Dänemark, 45 h Kiga-Platz 
* Drei Dinge, auf die du gut hättest verzichten können? Lange Autofahrten, starke Erkältung, Ausgang der US-Wahl
* Was hast du 2016 neues begonnen? Bullet Journal
* Wovon hast du dich 2016 getrennt? ---
* Hast du ein Motto/Vorsätze für 2017? Und wenn ja, welche? Raus aus der Komfortzone!
* Wenn du sowas hattest: Wie hat es mit deinem Motto/deinen Vorsätzen für dieses Jahr geklappt? Balance, ja!

Musik von Terrasound "A great Comeback" von Dag Reinbott

Montag, 9. Januar 2017

Rosenkohl - zu Unrecht verschmäht

Ja, ja ich weiß! Rosenkohl ist - zumindest wenn man inoffiziellen Umfragen auf Twitter Glauben schenkt - ein nicht sehr beliebtes Gemüse, wenn nicht gar das meist gehasste!? Und ja, auch ich mochte als Kind nicht gerne Rosenkohl, denn er erschien mir wässrig und reihte sich in ein in die lange Reihe mir nicht besonders lecker erscheinender Standardgemüsesorten der siebziger Jahre. Nun konnten die Gemüsesorten ja eigentlich nichts dafür. Es war vielmehr die Zubereitungsart der damaligen Zeit, das lange Kochen und dann womöglich auch noch eine Mehlschwitze, die jeden Geschmack und alle Vitamine vertrieben haben.
Dabei hat Rosenkohl richtig was zu bieten und ist international durchaus im Kommen. Bei wenigen Kalorien enthält er viele tolle Inhaltsstoffe, wie ungesättigte Fettsäuren, Vitamine (vor allem A, B2 und C), Kalium und Kalzium.
Mein derzeitiges Lieblingsrezept mit Rosenkohl ist eine tolle Beilage, die übrigens auch meine Kinder gerne essen:

Gerösteter Rosenkohl mit Birne

500 g Rosenkohl (frisch)
1 große Birne oder 2 kleine
1 Zwiebel
Thymian
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Zitronensaft
gehackte Haselnüsse

Vom Rosenkohl die äußeren Blättchen und den Stielansatz abschneiden und evtl. halbieren. Die Birne in Stücke schneiden und zusammen mit dem Rosenkohl und der in Streifen geschnittenen Zwiebel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln.
Im Backofen bei 200°C ca. 25 Minuten rösten lassen.
Am Schluss die gehackten Nüsse darüber geben und mit Zitronensaft abschmecken.

Die Süße der Birne und das Frische der Zitrone geben dem Kohl eine ganz neue Richtung. Wir haben am Samstag Käsespätzle dazu gegessen. Die Beilage passt aber auch gut zu Schweinekoteletts.



Donnerstag, 5. Januar 2017

Aufräumen mit Joshua, Ryan und Carl Friedrich

Kennt ihr das auch, dass am Anfang eines neuen Jahres das Aufräumen noch richtig Spaß macht? Neues Jahr, neues Glück und der feste Vorsatz, organisierter zu leben und das Chaos um einen herum in den Griff zu bekommen. Das Chaos, das sind vor allem die vielen kleinen Dinge, die sich so ansammeln. Kleine Spielsachen, die bleiben, obwohl sie schon kaputt sind oder lange nicht mehr bespielt werden, Stifte, die immer noch im Stiftebecher stehen, obwohl sie längst leer gemalt sind, zu klein gewordene Socken, abgelaufene Cremes, Zeitschriften... es sind eine Menge Dinge, die wir in unserem Haushalt haben.
Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus denken auf ihrer erfolgreichen Webseite The Minimalists über ein sinnvolleres Leben mit weniger Dingen nach. Von ihnen stammt die Idee, ganz spielerisch aufzuräumen mit den so genannten Minimalism Game. Das Spiel geht über 30 Tage und am 1. Tag wird eine Sache aussortiert, am 2. Tag zwei usw.. Und wie viele Sachen sind das dann nach 30 Tagen? Hier kommt Carl Friedrich ins Spiel oder vielmehr der junge Carl Friedrich Gauß, denn er hat noch als Schüler eine Formel gefunden, um das auszurechnen. (LeserInnen von Die Vermessung der Welt werden sich erinnern). Mit der Summenregel kann man also ausrechnen, wie viele Teile man dann insgesamt nach 30 Tagen aussortiert hat. Es sind 465, wenn man es denn schafft und ich gehe davon aus, dass es eigentlich noch mehr sind, denn man wird ganz sicher noch das ein oder andere Teil aussortieren und nicht zählen. In Anbetracht der durchschnittlich 300 000 Dinge, die sich in jedem (amerikanischen) Haushalt befinden ist es ein kleiner Anfang und man müsste das Minimalsm Game schon einige Male spielen, um die Anzahl der Dinge zu reduzieren, aber es ist ein Anfang.
Dir Fortschritte des Minimalism Game poste ich übrigens auf Instagram unter #minsgame.
Ist für euch auch der Januar der liebste Aufräum-Monat? Welche Methoden nutzt ihr?

Dienstag, 3. Januar 2017

Bloggen - Blick zurück nach vorn

Dieses Bild ist acht Jahre alt und war eines der ersten Bilder auf meinem Blog. Ja, kaum zu glauben, aber ich blogge nun schon seit mehr als acht Jahren und ja, es hat sich ganz schön viel verändert in der Bloggerwelt seit den Anfängen.
Auch Amanda Soule, durch deren Buch The Creative Family ich damals zum Bloggen gekommen bin, schreibt in ihrem aktuellen PostIt was an entirely different world eleven years ago 
Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, ging es mir darum, mich auszudrücken und mitzuteilen, etwas von unserem Familienleben zu zeigen und im Blog über Themen nachzudenken, die mich beschäftigen. Das waren am Anfang vor allem kreative Aktionen mit den Kindern, später ging es mir eher um die Reflexion meiner Situation als Großfamilienmama und den Veränderungen, die damit einher gingen. Es ging mir nicht darum, meinen Blog möglichst schnell möglichst erfolgreich zu machen und auch nicht darum, meine LeserInnen zu beraten. 
Der Blog ist langsam gewachsen und erreicht auch nach acht Jahren nicht die Klickzahlen, die andere neue Blogs bereits nach zwei Jahren haben. Laut meiner Blogger-Statistik habe ich monatlich etwa 15700 Seitenaufrufe. Laut Blogfoster sind es 8600. Woher diese Diskrepanz kommt, weiß ich nicht, Blogfoster hat ungefähr 4000 monatliche Besucher gezählt und das ist doch ganz wunderbar. Für mich war es ganz spannend, mich im letzten Jahr mit dem Thema Kooperationen zu beschäftigen. Ich habe auch sehr genau beobachtet, wie andere Blogger, die ihren Blog weiterbringen wollen, damit umgehen. Ehrlich gesagt, macht es mich jedes Mal etwas atemlos, wenn ich sehe, wie ein Event das andere jagt und man auf möglichst vielen dabei sein muss, um Kooperationsverträge zu ergattern und seinen Namen immer zu zeigen und präsent zu sein. Das schaffe ich definitiv nicht und ich werde auch weiterhin mit Bedacht auswählen, was zu meinem Blog passt und was nicht.
Wenn ich sehe, wie der Bloggerkinder älter werden, die von Amanda, meine eigenen, die von vielen anderen Bloggerinnen, die ich nun schon viele Jahre lese, finde ich es ganz wunderbar, dass wir uns (teilweise schon so lange) auf unseren Wegen begleiten und manchmal auch persönlich kennen lernen. 
Am meisten Freude beim Bloggen macht eigentlich immer noch das, was mir schon ganz am Anfang wichtig war und hier möchte ich noch einmal Amanda Soule zitieren: That this space is still, each day, an open window through which we can connect gives me such hope and good feeling about the world when the daily news can sometimes convince me otherwise. Because I know for certain that one thing we need is more connection to one another. Each of us, living our own full and very different lives, have so much in common when it all comes down to it. We are united in our journeys.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein gutes neues Jahr!

Samstag, 31. Dezember 2016

Rückblick 2016 + Ausblick 2017

Wie immer möchte ich das Jahr mit einem kleinen Rückblick beenden und schon mal auf das kommende Jahr blicken. Zur Zeit gibt es viele wunderbare Inspirationen dazu im Netz, zum Beispiel das Buch der Möglichkeiten von Ramona oder die Anregungen von Lisa Jacobs.
Ende 2015 habe ich geschrieben, dass ich mir im Alltag eine bessere Balance und mehr Struktur wünsche und das konnte ich nicht zuletzt dank der längeren Betreuung von Elias im Kindergarten sehr gut umsetzen. Der Alltag ist entspannter geworden und ich spüre so langsam, wie ich wieder kraftvoller und kreativer werde.
Auch wenn 2016 für die Welt kein gutes Jahr war, war es doch für uns als Familie ein gutes Jahr. Tabea hat ihr Studium der Fächer Latein und Geschichte an der Universität Köln begonnen, Leander sein letztes Schuljahr angefangen. Linnea ist nun in der 5. Klasse im Gymnasium und hat mit dem Spielen der Klarinette begonnen und Elias geht super gerne in den Kindergarten. Wir hatten einen schönen Urlaub in Dänemark inklusive Kopenhagen. Ich habe Bloggertreffen und Strickworkshops besucht, bei der Kommunionvorbereitung und im Liturgiekreis mitgearbeitet, war in der Frauengemeinschaft aktiv und Lektorin in unserer Gemeinde. Außerdem habe ich mit einem Bullet Journal begonnen und Stricken ist meine liebste Freizeitbeschäftigung.
Angeregt von Ramonas Liste 17 vor 2017 habe ich mal eine Liste für das nächste Jahr begonnen. Auf 17 Punkte kam ich allerdings bis jetzt nicht, daher lasse ich die Liste erst mal offen und schaue im Frühsommer, was ich davon verwirklichen konnte und was vielleicht noch ansteht.

1. Minimalismus Game Ich bin ja sehr angetan von den Minimalists und werde im Januar via Instagram ein Minimalism Game machen. Das ist eine tolle spielerische Methode, um überflüssiges Zeug, das sich ja in den meisten Häusern und Wohnungen findet, loszuwerden. Am 1. wird ein Teil weggeräumt, am 2. zwei usw.. Am Ende des Monats sollten es dann nach Gauß 462 Dinge sein (wenn Susanne richtig gerechnet hat). #MinsGame

2. Bücher und DVDs aussortieren und verkaufen. Ich habe einige Bücher und Filme bei booklooker eingestellt. Ihr findet mich dort unter Michabraun - der Einfachheit halber werde ich aber auch mal wieder ein Paket für Momox fertig machen.

3. Städtereise mit nur einem oder zwei Kindern. Es war so toll vor zwei Jahren mit meinen Töchtern nach Berlin zu fahren . So eine Städtereise würde ich sehr gerne in diesem Jahr wieder unternehmen. Nach Amsterdam, Hamburg oder München - mal sehen.

4. Weihnachtsgeschenk nachholen. Der Mann hatte mir zu Weihnachten eine Hotelübernachtung geschenkt, die wir eigentlich vor ein paar Tagen mit dem besuch im Theater kombinieren wollten. Da wir beide aber noch sehr kränkeln, hat er den Aufenthalt storniert und ich hoffe, dass wir es schaffen, ihn nachzuholen.

5. Monatsdate. Überhaupt ist uns aufgefallen, dass wir wieder viel seltener etwas zu zweit unternehmen. Das möchte ich gerne ändern und fände es gut, sich wenigstens einmal im Monat Zeit zu zweit zu nehmen.

6. Fotos. Das ist so was, was ich regelmäßig aufschiebe, aber ich möchte gerne mal wieder Abzüge für Elias Fotoalbum machen lassen (so dass er zu seinem Geburtstag neue Bilder darin findet) und ich fände es auch sehr schön, nächste Weihnachten noch einmal Karten mit Bildern von uns zu verschicken.

7. Elias Zimmer umgestalten. Elias mag sich ja noch nicht von seinem Gitterbett trennen, aber ich denke, im Laufe des Jahres wird es so weit sein, dass wir Gitterbett und Wickeltisch wegräumen können. Und die große Tochter braucht auch noch was Gemütliches zum Sitzen!

8. Strickziele. Meine Strickziele werde ich noch mal genauer im Faserverrückten Jahresrückblick besprechen. Ich möchte aber auf jeden Fall mein Pulloverprojekt fertigstellen. Auch das 12-Socken-Projekt hat es mir angetan, aber ich halte das eher für unrealistisch, denn so schnell stricke ich einfach nicht. Vielleicht schaffe ich es aber, für jeden in der Familie nochmal ein Paar Socken zu stricken.

9. Workshops. Der Strickworkshop im November hat mir ganz viel Spaß gemacht und ich würde sehr gerne daran anknüpfen und im neuen Jahr wieder an einem Strickworkshop teilnehmen. Was ausgesucht habe ich auch schon und werde mich bald anmelden. Auch der Retreat im Herbst reizt mich oder vielleicht die Teilnahme an anderen Treffen. Hatten nicht einige von euch da auch Ideen?

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Die letzten Punkte bleiben erst einmal offen, was ja auch ganz schön ist. Anfang Januar gibt es dann auf jeden Fall noch den Rückblick aufs Strickjahr und auch einige Überlegungen zum Bloggen.

Kommt gut ins neue Jahr!

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Das Jahr des Taschenbuchs: Dezember und Fazit

Nun ist es zu Ende, das Jahr des Taschenbuchs und ich bin wirklich froh, dass ich bei der Aktion mitgemacht habe, denn ich habe wieder zum Lesen zurück gefunden und genieße es sehr! Dafür schon mal ganz herzlichen Dank an die Organisatorinnen.

Mein Taschenbuch-Kauf im Monat Dezember ist eine Schullektüre für den großen Sohn, denn mir war klar, dass ich neben der Rezension von den Blumenkindern, nicht noch ein weiteres Buch schaffe. Ja, der Klassiker Das Parfum von Patrick Süskind wird im Deutsch-Leistungskurs gelesen (ich war etwas überrascht). Mal gespannt, wie es dem Sohn gefällt.
Meine 12 Taschenbücher sind im Blog auf der Seite Jahr des Taschenbuchs aufgelistet. Nicht alle habe ich wirklich von vorne bis hinten gelesen, denn wenn ich ich keinen Zugang zu einem Buch finde, sehe ich auch nicht ein, mich damit zu quälen. 
Neben den skandinavischen Krimis, die für mich eigentlich immer die Garantie haben, das sie mir gefallen, war die mich das Buch Länger als sonst ist nicht für immer von Pia Ziefle die schönste Entdeckung und ich werde ganz bestimmt auch noch ihr erstes Buch Suna lesen.
Ich bin selbst noch ganz erstaunt, dass ich neben den Taschenbüchern auch noch Unterleuten von Juli Zeh gelesen habe. 2016 war also ein echt gutes Lesejahr und ich freue mich, dass 2017 auch der ein oder andere ersehnte Titel als Taschenbuch erscheint. Auf der Wunschliste warten schon Winternähe von Mirna Funk, das im Mai als Taschenbuch erscheint und Unorthodox von Deborah Feldman, das ich auch gerne lesen würde und das im Juni als Taschenbuch erscheint.
Lest ihr gerne Hardcover oder wartet ihr auch bis ein Buch als Taschenbuch erscheint?

Dienstag, 27. Dezember 2016

Unser Weihnachten 2016

In diesem Jahr scheinen viele von euch Weihnachten mit kranken Kindern zu verleben oder selbst krank zu sein. So zumindest mein Eindruck aus den #wib, die ich schon bei Frau Mierau gesehen habe. Inzwischen geht es euch hoffentlich etwas besser.
Uns ging es da nicht anders. Schon die gesamte Woche vor Weihnachten hatte ich Halsschmerzen, Husten und Schnupfen - das ganze Programm. Als ich am Freitag dann endlich auf etwas Erholung hoffte, da der Mann ja dann fertig mit der Arbeit sein würde, wurde er ganz schnell selbst krank und ließ sich nur noch zum Essen blicken.

Am 24.12. war ich entsprechend müde, hatte Beine aus Gummi und fühlte mich mehr als matschig. Trotzdem warteten natürlich noch diverse Vorbereitungen für das Raclette-Essen mit den Schwiegereltern. Nach einer Spezial-Dosis Vitamine ging es etwas besser.
Um 16 Uhr machte ich mich mit Linnea auf den Weg in die Kirche zur Kinderkrippenfeier. Dort war die Atmosphäre gelöst und entspannt. Das einstudierte Krippenspiel klappte sehr gut. Die Darsteller waren konzentriert und haben es geschafft, dass die volle Kirche mucksmäuschenstill war und alle gebannt zuhörten. Die vielen freudestrahlenden Kinder ließen dann spätestens bei Feliz Navidad Weihnachtsstimmung aufkommen.
Wieder zu Hause warteten die großen Kinder, die inzwischen die Schwiegereltern abgeholt hatten und ganz viele Geschenke vor dem Christbaum. Die Kinder machten sich eifrig ans Auspacken.
Dann gab es Raclette mit leckerem Feldsalat und vielen Kleinigkeiten für die Pfännchen und alle wurden gut satt. Elias hielt es allerdings nicht lange am Tisch, denn es mussten ja noch sehr viele Legosachen aufgebaut werden.
Wirklich schön fand ich, dass Linnea nun zusammen mit Tabea ein Weihnachtslied spielen konnte.
Es wurde dann noch bis spät in den Abend gebaut und ich durfte sogar ausschlafen!
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Entsprechend erholt war ich dann am 25.12., den wir mit einem späten langen Frühstück begannen. 

Als kleines Highlight hatte ich mir noch mein Wichtelpaket aus der Podcasting auf Deutsch-Gruppe bei Ravelry aufbewahrt, das ich in Ruhe öffnen und genießen konnte. So viele schöne Sachen! 
Nachmittags nahmen wir uns dann Zeit für Linneas neues Spiel Catan Junior auszuprobieren. Das Spiel ist wirklich gut erklärt und man hat schnell den Dreh raus. Mittendrin verkündete Elias, er wolle aber nun ins Bett gehen, also brachte ich ihn um 17 Uhr nach oben und befürchtete schon, da würde sich auch noch ein Infekt anschleichen. Er war aber nur müde.

Gegen Abend wartete dann noch die Zubereitung des Desserts für den nächsten Tag: eine große Schüssel Himbeer-Mascarpone-Creme mit Baiser.
Und ein bisschen Strickzeit blieb zum Glück auch bevor ich dann ebenfalls früh ins Bett ging.
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Am 26.12. fuhren wir dann zu siebt (inklusive Freund der großen Tochter) im strömenden Regen Richtung Süden zu meinen Eltern und meinem Bruder mit Frau und Kind.
Nach der Bescherung unter dem (inzwischen leider künstlichen) Baum sollte es Mittagessen geben. Ich sag es mal so, es wird schwieriger, wenn die Eltern älter werden. Man selbst hätte mit wenigen Handgriffen das ein oder andere gerettet, aber man möchte ja nicht zuviel eingreifen und meine Hinweise wurden leider ignoriert. Hier muss ich lernen, weniger höflich zurückhaltend zu sein, sondern vielleicht einfach mal das Ruder (in der Küche) in die Hand nehmen. Dann wäre das Essen auch nicht kalt gewesen.
Schön war, dass Elias und meine Nichte sich gut verstanden haben und das Weihnachtszimmer voller Leben war.

Und es ist auch immer schön, mal rauszukommen und ein bisschen übers Feld zu laufen. 
Meine Nichte hat diesen wunderschönen Weihnachtskuchen übrigens selbst gebacken und verziert. Mit 7 Jahren sehr gelungen!
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Nachtrag: Die beiden Töchter hat es nun auch erwischt - allerdings eher in der Variante Bauchschmerzen und Übelkeit.
Merke: Nächstes Jahr früher mit Einpacken anfangen und noch mehr Geschenke reduzieren, um den Stress der Tage vor Weihnachten zu vermeiden.
Und weil ich das ja auch immer so spannend finde, hier noch ein paar Geschenke-Highlights:
Hygge - ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht von Meik Wiking. Ein Buch für alle, die Skandinavien, Tee und dicke selbst gestrickte Socken lieben.
Fire-Tablet für Linnea
Catan Junior ein schönes Spiel für die ganze Familie
Super-Sand-Set Disney-Finding-Dory für Elias