Sonntag, 29. April 2018

Wochenende 28. / 29.04.18

Ab und zu schaffe ich es doch nochmal ein Wochenende in Bildern und Text Revue passieren zu lassen. Die Wochenenden werden von Frau Mierau gesammelt. Das aktuelle findet ihr hier.
Am Samstag sind wir ziemlich früh wach und beschließen, Brötchen und Brot zu holen, damit der Tag beginnen kann.
Die Tochter und ich teilen uns immer ein Croissant. Heute mit Feigenmarmelade.

Der Mann und ich fahren zum Spargelhof und bringen auch noch Tulpen mit. Danach verspüre ich ein Fünkchen Aufräummotivation und wir sortieren den Kleiderschrank der Tochter aus. Sie ist innerhalb des letzten Jahres so sehr gewachsen, dass ihr viele Sachen nicht mehr passen.
Shades of Green in the garden
Ein bisschen Strickzeit gibt es auch und die Strickjacke kommt nun 
langsam in die entscheidende Phase.
Nochmal grün - der erste Spargel in diesem Jahr - auch in weiß. Nach dem Essen mit allen spielen wir noch eine Runde Kniffel.

Und am Abend hält sogar der Eismann um die Ecke.
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In der Nacht von Samstag auf Sonntag schlafe ich seit langem mal wieder richtig fest und stehe um 09:30 Uhr auf. Wir frühstücken und überlegen, was wir noch unternehmen können. Da das Wetter nicht allzu stabil zu sein verspricht, machen wir einen kurzen Abstecher zur Langen Foundation.


Die Architektur hier ist allein schon spektakulär und einen Besuch wert, aber auch die aktuelle Ausstellung gefällt uns sehr.
Zum Mittagessen gibt es Bandnudeln mit frischem Spinat und Champignons.
Danach ist es tatsächlich noch schön genug für ein bisschen Gartenzeit und so geht unser grünlastiges Wochenende zu Ende.

Mittwoch, 25. April 2018

Empfehlung: Kreativ- und Klangauszeit im Mai

Sehr gerne denke ich an die Kreativ- und Klangauszeit im Mai letzten Jahres zurück, denn ich habe dort mit meiner Tochter ganz wunderbare Tage verbracht. Wir konnten zeichnen, einfach nur die Seele baumeln lassen, haben viel Neues gelernt, haben sehr lecker gegessen und sind dank den Gong-Meditationen in eine tiefe Entspannung abgetaucht. Hier habe ich darüber geschrieben. Auch in diesem Jahr findet wieder eine Kreativ- und Klangauszeit in Dinkelscherben statt. Und das Beste: Es gibt noch freie Plätze! Wer also spontan noch eine Lücke im Kalender hat und eine wunderbare Zeit erleben möchte, findet bei Kallimagie alle nötigen Informationen.

Dienstag, 24. April 2018

Fertig gestrickt: Soxx Book Socken Nr. 23

Juhu, ein weiteres Paar Socken wandert in die Sockenkiste. Dieses Mal habe ich eine Anleitung aus dem Soxx Book von Kerstin Balke ausprobiert. Das Buch hat ja zum Jahreswechsel in der Strickwelt schwer Furore gemacht und es ist auch wirklich sehr gut geschrieben und für alle, die das Sockenstricken ausprobieren oder sich im zweifarbigen Stricken versuchen möchten, sehr zu empfehlen.
Ich habe mir bei der letzten Bestellung bei Lanade einfach zwei hellgraue Stränge und einen apfelgrünen Strang DROPS Fabel bestellt und ansonsten noch im Stash einen Rest Regia Sockenwolle in pink herausgesucht und die Socken Nr. 23 angeschlagen. Die zweifarbigen Muster sind so konzipiert, dass man die Fäden nicht groß verweben muss, sondern einfach drauflos stricken kann.
Ich habe die Socken in Größe 38 parallel auf zwei Nadelspielen mit der Stärke 2,5 gestrickt und dabei 46 Gramm grau, 7 Gramm grün und schätzungsweise 4 Gramm pink verbraucht. Es wäre also sogar noch genug Garn für ein zweites Paar da und immer noch jede Menge Anleitungen :-).

Verlinkt beim creadienstag und HäkeLine

Montag, 23. April 2018

Wieder mehr lesen, das Wiederentdecken einer lieben Gewohnheit

Zum Welttag des Buches habe ich mir ein paar Gedanken zu meinen Lesegewohnheiten gemacht und ich bin sicher, dass es vielen von euch ähnlich geht. Als Kind habe ich ständig gelesen. Ich erinnere mich an einen ganzen Sommer auf dem Balkon mit "Vom Winde verweht", "Fiesta" am Strand in Zeeland und fast allen Büchern von Simone de Beauvoir. Als das erste Kind da war, wurde es weniger und noch viel weniger als schließlich der tägliche Blick in die sozialen Netzwerke hinzu kam. So vor zwei Jahren, hatte ich dann das Gefühl, das wieder ändern zu wollen, denn ich merkte, dass mir die echten Bücher fehlten. Damals habe ich bei der Aktion Jahr des Taschenbuchs mitgemacht und gemerkt, dass es hilft, wirklich am Ball zu bleiben und sich regelmäßig Zeit zu nehmen.

Wann ist deine liebste Lesezeit?

"Zum Lesen habe ich gar keine Zeit!" ist bestimmt der häufigste Satz zu diesem Thema, aber wie das auch bei anderen Dingen so ist, kommt es auf das Setzen von Prioritäten an. Bringt es mir mehr, auf dem Liegestuhl im Garten ins Smartphone zu schauen oder in ein Buch? Mal abgesehen davon, dass das mit dem Smartphone draußen so eine Sache ist, weiß ich, dass für mich das Erleben von Sprache in einem guten Buch viel wertvoller ist, als der schnelle Blick ins Netz. Für mich kann ich sagen, dass ich im Sommer gerne draußen im Garten lese und ansonsten vor dem Einschlafen. Für dich sind vielleicht andere Zeiten angenehmer.

Was lese ich?

Es macht wenig Sinn, sich durch ein Buch zu quälen, zu dem man keinen Zugang findet. Für die Lesemotivation ist es hilfreich, sich Bücher auszusuchen, deren Autoren man kennt und schätzt oder aber die einen nicht mit ihrer Komplexität und Seitenanzahl überfordern. Ich habe einige Krimiautorinnen, deren Bücher, ich immer gerne lese und bei denen ich es mag, den Lebensweg der Hauptfiguren weiter zu verfolgen. Dazu gehören die finnische Autorin Leena Lehtolainen, die Schwedinnen Camilla Gerbe und Asa Träff und die Dänin Julie Hastrup. Auch die Schreibweise von Donna Leon mag ich sehr. Krimis haben den Vorteil, dass sie (meistens) eine starke Spannung aufbauen und man wissen möchte, wie es weiter geht. Manchmal schaffen das aber natürlich auch andere Bücher. Wenn ich jedoch merke, dass ein Buch mich auch nach dreißig, vierzig Seiten nur langweilt, lege ich es weg und suche ein anderes.

Wie wird daraus eine Gewohnheit?

Eine Gewohnheit ist etwas, das man regelmäßig tut, ohne darüber nachzudenken. Wenn ich also immer wieder, abends irgendwann mein Smartphone weglege und vor dem Einschlafen zum Buch greife, werde ich es irgendwann ganz automatisch tun.
Übrigens finde ich es ja immer ganz schön, irgendwo dann auch die Titel der gelesenen Bücher zu notieren. So hat man nicht nur ein kleines Erfolgserlebnis, sondern auch eine Erinnerungshilfe.

"Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste." Heinrich Heine

In diesem Sinne, nehmt euch ein Buch und leset wohl!

Donnerstag, 19. April 2018

Notizen aus der Strohwitwenwoche

Seit einigen Jahren fährt der Mann im Frühjahr eine Woche lang zu den Psychotherapietagen in Lindau. Eine Woche, die ich also hier alleine mit den Kindern verbringe. Er bekommt dort jede Menge neue Impulse für seine Arbeit und ich schwanke zwischen dem Jonglieren mit Terminen und To-Dos und aber auch etwas mehr Zeit, mich in eigenen Gedanken und Projekten zu verlieren, denn die sonst anstehenden Aufgaben für die Praxis fallen weg.

Es steht so einiges an diese Woche: eine Kirchenführung mit den Vorschulkindern aus dem Kindergarten, Frauenfrühstück, ein Konzert / Vorspiel der jüngeren Tochter, letzte Vorbereitungen für die Erstkommunion, noch ein Frauenfrühstück, für das es einiges vorzubereiten gibt, der Wocheneinkauf und die Lichterfeier für die Kommunionkinder.

Wenn sich ein Termin an den anderen reiht, wie in dieser Woche, die Einkäufe geplant werden wollen und so manches spontan umgeplant werden muss, merke ich, dass ich mir Pausen schaffen muss und dann auch mal etwas absage, um mehr unverplante Zeit zu haben.

Da abends der Fernseher aus bleibt, habe ich mehr Strickzeit und bin bei meinem Reagan-Cardigan ein gutes Stück weiter gekommen.

Zwischendurch findet sich das eine oder andere im Netz, das ich eigentlich gerne weiter verfolgen möchte. Sehr gut hat mir der Artikel von Ramona über das Bibel Art Journaling gefallen. Dabei arbeitet man direkt in einer Bibel mit den Texten und hebt einzelne Sätze kalligrafisch und künstlerisch heraus. Als ich in diesem Zusammenhang über mein liebstes Bibelzitat nachdachte, kam ich auf: "Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich." (Psalm 23.4)

Dem Mann geht es gut. So ein bisschen Abstand ab und zu finde ich ja nicht schlecht, um auch noch einmal die Beziehung zu reflektieren und einfach mal zu merken, wie und wo der andere einem fehlt. Die Kinder vermissen den Papa natürlich und der Jüngste ist ziemlich anhänglich und schläft am liebsten in Mamas Bett.
Ich merke, dass ich schlecht schlafe. Nachts bin ich hellwach und tagsüber kommt dann irgendwann die Müdigkeit. Aber so eine Woche vergeht dann letztlich schnell. Wir genießen jetzt noch die warme Frühlingssonne. Habt eine gute Zeit!


Donnerstag, 12. April 2018

"DNA" von Yrsa Sigurdadóttir

Bereits vor einigen Jahren habe ich gerne isländische Krimis gelesen und mich sehr gefreut, dass nun auch eine Autorin in der Krimiszene dort aufgetaucht ist. "DNA" erschienen bei btb ist das erste Buch von Yrsa Sigurdardóttir rund um den Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya. Auch der zweite Band "Sog" ist bereits erschienen.

"Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen."

Das Buch beginnt ziemlich brutal und man möchte sich am Anfang am liebsten einige Male die Augen zuhalten. Sehr schnell zieht einen jedoch der Fall in seinen Bann und man fiebert mit und überlegt, wer hinter den brutalen Morden und den geheimnisvollen Botschaften stecken könnte. Da die Perspektive immer wieder wechselt und man mal Kommissar Huldar, mal Freya, mal die Opfer und mal auch den jungen Studenten Karl begleitet, lesen sich die 479 Seiten sehr abwechslungsreich und ganz besonders gegen Ende mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und konstruiert, so dass selbst erfahrene Krimileser erst spät auf die richtige Spur kommen. Yrsa Sigurdardottir schreibt detailreich und genau. Sie schafft es, die Figuren lebendig werden zu lassen, auch wenn Kommissar Huldar insgesamt noch etwas blass bleibt - aber das kann sich im zweiten Band ja noch ändern. Man darf gespannt sein!

Dienstag, 10. April 2018

Fertig gestrickt: Free your Fade

Spätestens beim Stricken des A girls best friend - Tuch habe ich mich in die Tosh Merino Light von Madelinetosh verliebt und mir vorgenommen, ein Tuch nur mit diesem Garn zu stricken. Im Stash war noch ein kleine Rest "Glazed Pecan" und ein größerer Rest "Liquid Gold" und außerdem ein noch nicht angefangener Strang "Dustweaver". Um diese Farben zu ergänzen habe ich mir noch "Brick Dust" bestellt und als Anleitung den "Free your Fade" von Andrea Mowry ausgesucht.
Andrea Mowry ermutigt in ihrer Anleitung, die sehr gut verständlich ist, dazu, selbst kreativ zu werden und einen eigenen Free your Fade zu schaffen. So habe ich zunächst den kleinen Rest "Glazed Pecan" verstrickt und in das "Liquid Gold" laufen lassen und dann die anderen Farben angeschlossen. Mein fertiges Tuch ist etwa zwei Abschnitte größer als in der Anleitung. Abgeschlossen wird es mit einem Picot-Rand, den ich zum ersten Mal gestrickt habe, was aber dank YouTube wirklich einfach war.


Gestrickt habe ich das Tuch mit einer 3,00 mm Rundstricknadel, verbraucht wurden ca. 10g der Farbe Glazed Pecan, 50g von Liquid Gold, 68g von Brick Dust und 98g von Dustweaver. Die Anleitung ist auf englisch, aber sehr gut verständlich und auch für AnfängerInnen geeignet.

Verlinkt bei creadienstag und HäkeLine