Donnerstag, 31. August 2017

Besondere Orte: Das Frauenmuseum in Bonn

Manchmal findet man unterwegs besondere Orte, die man mit anderen teilen möchte. Diese habe ich jetzt mit dem Label "Besondere Orte" versehen.


Etwas abseits von den touristischen Attraktionen, mitten in einem Hinterhof in der grünen ruhigen Altstadt in Bonn, liegt das Frauenmuseum. 1981 gründete Marianne Pitzen zusammen mit anderen Frauen das Museum, um Künstlerinnen eine Chance zu geben, auszustellen und ihre Arbeiten zu zeigen. Denn - das wurde uns bei unserem Besuch erzählt - es gibt zwar sehr viele Frauen, die an Kunstakademien studieren, jedoch nur wenige, die so kontinuierlich an ihrer Kariere arbeiten können, dass sie die Chance haben bei großen Ausstellungen und Wettbewerben dabei zu sein. Das Frauenmuseum konzipiert Ausstellungen zu bestimmten jährlich wechselnden Themen, für die sich Künstlerinnen mit ihren Arbeiten bewerben können. In diesem Jahr geht es unter dem Titel "Weibliche Reformation: Von der Pfarrfrau zur Bischöfin" um Katharina von Bora. Auch wenn Katharina von Bora den Zwängen ihrer Zeit unterworfen war, war sie doch in vielerlei Hinsicht eine ungewöhnliche Frau, die im Pfarrhaushalt Luther die Zügel in die Hand nahm, Verhandlungen führte und erfolgreich wirtschaftete. Viele Künstlerinnen haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und sind mit ihren Werken vertreten. ich selbst habe das Museum zusammen mit anderen Frauen unserer Frauengruppe frauAktiv und meiner Tochter besucht und wir hatten das große Glück, dass wir eine Führung durch die Ausstellung hatten, was auf jeden Fall empfehlenswert ist und viele Aha-Momente gebracht hat.




Frauenmuseum Bonn
Im Krausfeld 10
53111 Bonn

Öffnungszeiten:
Di - Sa: 14 - 18 Uhr
So: 11 - 18 Uhr

Montag, 28. August 2017

Warum "Eltern Ausschleichen" nicht sein muss!

"Schlaf, Kindlein, schlaf" titelt die Süddeutsche Zeitung am Samstag, den 25.08.17. Beschrieben wird darin die Beratung einer Ärztin und Elternberaterin, die von einer jungen Familie um Hilfe gebeten wird, da der 19 Monate alte Sohn Schwierigkeiten hat, alleine einzuschlafen. Bisher mag er sich nämlich zum Einschlafen (allein in seinem Zimmer) an Mamas Arm kuscheln. Da das Kind im Gitterbett schläft, ist das natürlich nicht so einfach und bequem. Diese Einschlafphase dauert ungefähr 45 Minuten und auch nachts wird er immer wieder wach. Nun kommt die Beraterin ins Spiel, die die Familie zu Hause besucht und schon im Vorfeld bei der telefonischen Beratung ein Kuscheltier empfohlen hat, dass der Junge statt Mamas Arm nehmen soll. Ihr Plan: das Kind kuschelt mit dem Kuscheltier und die Mutter soll sich während der Einschlafphase mehr und mehr entfernen und aus dem Zimmer schleichen. Diesen Prozess nennt sie "Eltern Ausschleichen!", die Eltern sollen wegschauen, sich wegdrehen, wegrücken und schließlich weggehen. Dann soll die Tür angelehnt bleiben und falls sich der Kleine noch meldet, sollen die Eltern rufen: "Alles gut. Nimm den Papagei."

Ehrlich gesagt, war ich schon etwas sprachlos, als ich den Artikel am Samstagmorgen gelesen habe 😒. Abgesehen davon, dass es auch ein paar hilfreiche Tipps zum kindlichen Schlaf gab, wie beispielsweise, dass es gut ist, auch schon während des Tages für Ruhephasen zu sorgen, bin ich doch etwas überrascht, dass gar nicht hinterfragt wird, wer in diesem Fall eigentlich ein Problem hat und warum hier überhaupt eine Beraterin tätig werden muss. Denn wie so häufig, wenn Kinder angeblich schlecht essen, nicht gut schlafen oder zu laut sind, haben ja weniger die Kinder ein Problem, sondern vielmehr die Eltern. Sie sind gestresst, weil das Kind nicht so funktioniert, wie es in ihren Augen funktionieren sollte. Die Erwartungen und Gefühle der Eltern oder ihre Bewertung der Situation werden jedoch nicht in Frage gestellt. Vielmehr wird dem Kind mittels Verhaltenstherapie ein Kuscheltier antrainiert und Mamas Arm abtrainiert. Konditionierung funktioniert! Nach wenigen Tagen schläft der Junge nach 10 Minuten ein. Aber - und das stört mich daran am meisten - es war kein natürlicher Prozess. Es war nicht etwas, was Mutter oder Vater intuitiv ausgehandelt haben, kein Ritual, das sich natürlich weiterentwickelt und verändert hat. Es war eine Maßnahme, die verordnet wurde und die aus einem 19 Monate alten Kind einen Fall gemacht hat. Ein Kind, das gar kein Problem hatte, sondern nur abends mit Mama kuscheln wollte.


Jedes Kind ist anders und so wie es Kinder gibt, die wirklich ganz gut alleine einschlafen können, brauchen manche eben stärker die Nähe der Eltern. Ein Familienbett löst viele Schlafprobleme, weil das Kind in der Sicherheit einschlafen kann, nachts nicht allein zu sein. Auch der Junge aus dem Artikel würde wohl besser einschlafen, wenn er nicht eine einsame Nacht im Gitterbett vor sich hätte. Und Kuscheltiere sind natürlich ganz wunderbare Begleiter für viele Kinder, wenn sie selbst gewählt und nicht verordnet worden sind.

Elias schläft nach unserem Abendritual mit Vorlesen, Pizza backen auf dem Rücken, Singen und Kuscheln übrigens ganz wunderbar alleine ein. Seit einiger Zeit nimmt er ein Schnuffeltuch. All das hat sich aber ganz natürlich entwickelt und verändert sich auch von Zeit zu Zeit. Er weiß, dass jemand nachts bei ihm ist, denn das braucht er im Moment noch. Wir wünschen uns eine gute Nacht und ich gehe aus dem Zimmer - ganz ohne zu schleichen. 

Einen wirklich guten Artikel zum Thema "Schlaf" gab es übrigens letzte Woche bei Terrorpüppi.

Sonntag, 27. August 2017

Wochenende in Bildern 26. / 27.08.17

Der Sommer wandelt sich so langsam in den Spätsommer, abends wird es schneller kühl und die ersten Blätter färben sich. Wie unser Spätsommer-Wochenende und das letzte Sommerferienwochenende so war, erzähle ich euch hier. Die Wochenenden in Bildern werden wie immer gesammelt von Frau Mierau. Das aktuelle gibt es hier.
Diesmal beginnt unser Wochenende schon am Freitagabend. Wir haben alle was vor. Die Kinder fahren zu einem Benefizfußballspiel mit der Weisweiler-Elf und der Mann und ich besuchen ein Konzert. Das machen wir ziemlich selten, das letzte Mal glaube ich so vor fünf Jahren. Die Atmosphäre im Schloss Rheydt war sehr schön, es war nicht voll und das abendlich beleuchtete Schloss gab eine tolle Kulisse ab. Leider startete die Band "Seven" sehr spät, zu spät für eine alte Mama wie mich. Demnach konnte ich mich nicht mehr so richtig mitreißen lassen. Das nächste Mal werde ich mir dann wohl direkt das Klassik-Konzert aussuchen.
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Der Samstag startete dann ganz gemütlich mit Brötchen und Croissants zum Frühstück.
Aufreger am Morgen in der Süddeutschen Zeitung. Dazu werde ich auch noch was schreiben!

Der Mann fährt mit dem Jüngsten in die Stadt und ich höre erstmal gemütlich meinen liebsten Podcast. Eigenstimmig geht nun schon in die fünfte Runde. Danach bin ich so motiviert, dass ich noch alte Zeitungen und Zeitschriften aussortiere.

Zum Mittagessen gibt es viel frisches Gemüse und Salat, dazu Steaks und Kartoffelwedges. Das ist ruckzuck aufgegessen.
Der Mann hat mir schöne Blumen aus der Stadt mitgebracht.
Wir genießen die Sonne draußen. Die große Tochter spielt mit dem Jüngsten.

Trotzdem wird es im Garten so langsam herbstlich. Die ersten Lampionblumen leuchten und ein paar rötliche Blätter gibt es auch schon. Und Stechmücken! Abends schwirren so viele draußen herum, dass wir Fenster und Türen schließen müssen. Dafür schauen wir lieber noch eine Folge Ozark.
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Der Sonntag plätschert dann auch ganz gemütlich dahin. Wir erledigen noch etwas Schreibkram, ich backe einen Zwetschgenkuchen nach einem Rezept von Sarah Wiener. Die Männer fahren Rennrad und mittags gibt es Käsespätzle mit Blumenkohlsalat. 
Wieder haben wir ganz wunderbares Wetter und Elias spielt ganz versunken draußen und drinnen vor sich hin. Nun sitzt er in der Wanne und so langsam klingt das Wochenende aus.

Euch eine gute Woche und allen ErstklässlerInnen in NRW einen guten Start in die Schule.

Mittwoch, 23. August 2017

More than knitting #17: Endspurt



Es wurde mal wieder Zeit für eine neue Podcastfolge zum Thema "Stricken"

Fertige Projekte:

Orange Socks für Elias

Hoku von Jana Huck

Work in Progress:

Silberponcho

Stashbuster Socks aus Resten

Im Strickschlaf:

Messings about in boats von Asa Tricosa

Leftie von Martina Behm

Unterwegs:

Wollfestival Köln

Erwähnt:

Dibadu

Copenhagen Calling

Schwedenrot und Sternenglanz

Musik von Terrasound

Sonntag, 20. August 2017

Wochenende in Bildern 19. / 20.08.17

Nach einer längeren Pause, die ganz gut getan hat, bin ich nun mal wieder beim #wib, dem Wochenende in Bildern dabei. Gesammelt wird das wie immer von Frau Mierau. Das aktuelle Wochenende in Bildern gibt es hier (Link folgt).
Am Samstagmorgen mache ich mich früh auf den Weg nach Köln. Zum Glück mit Jacke und warmem Tuch, denn es ist ganz schön zugig auf dem Bahnsteig.

Der Himmel mag sich auch in Köln nicht so richtig entschieden, ob es nun sonnig oder wolkig werden soll, was aber auch ganz egal ist, denn mein Ziel, das Wollfestival im Deutschen Sport- und Olympiamuseum liegt ja eh drinnen.



Vor lauter Wolleschauen und Quatschen komme ich gar nicht zum Fotografieren, aber es war ein wirklich schöner Tag mit netten Begegnungen und vielen Inspirationen für neue Projekte. Ich muss irgendwie schneller stricken, um das alles umsetzen zu können 😁.

Nachmittags habe ich dann aber doch ganz schön Hunger und bin froh, dass der Mann und eine liebe Freundin mit im Rheinauhafen abholen, wo es noch leckeren Flammkuchen und Moselwein gibt. Danach fahren wir noch zu unserer Freundin nach Hause, wo die Kinder inzwischen gespielt haben. Elias sammelt begeistert Kaninchenfutter und bespielt das Lego des Sohnes der Freundin. Wir sitzen noch gemütlich zusammen und fahren abends zurück.
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Da bei uns im Dorf Schützenfest ist, werden wir um 8:00 Uhr mit Paukenschlägen geweckt.

Wir hatten frische Heidelbeeren in der Gemüsekiste, also gibt es Pancakes zum Frühstück. Allerdings erstmal nur mit dem Mann und dem Jüngsten, da die Tochter noch schläft und der große Sohn schon zum Fußballspiel gefahren ist.
Elias spielt mit dem Playmobil, das er gestern mitnehmen durfte. Damit kann er sich ununterbrochen beschäftigen.


Dann bauen wir die neue Lampe auf, die unsere Wohnzimmergestaltung noch einmal komplettiert (na ja, ein paar Sachen fehlen noch). Ich hatte ja befürchtet, dass die Lampe viel zu groß ist, aber so aufgehängt sieht das schon ganz gut aus.

Nach dem Mittagessen habe ich tatsächlich etwas Strickzeit und kann in Ruhe meine beiden kleinen Einkäufe von gestern in den Stash bei Ravelry einpflegen. Ein schöner Abschluss!

Donnerstag, 17. August 2017

Blick ins Wohnzimmer

Im Hintergrund von dem, was ihr hier so lesen konntet, lief in den letzten Monaten die Umgestaltung unseres Wohnzimmers und damit viele Überlegungen, Entscheidungen und schließlich Handwerker und Möbellieferanten. Als wir das Haus vor 14 Jahren gekauft haben, gab es einen hellen Laminatboden und wir ließen uns zwei große bequeme Sofas vom schwedischen Möbelhaus liefern. Auch Esstisch und Stühle, sowie die Vorhänge und Schränke kamen von dort und das war auch gut und schön so. Vor zwei Jahren finden wir an, uns nach einem neuen Esstisch umzuschauen (die erste Neuerung in diesem Raum) und entschieden uns für den wunderschönen nox von Team7 aus Wildeiche.
Verändert man ein Teil, verändert sich auch der Blick auf die anderen Möbel und vor allem auf den Boden. Daher war ich sehr froh, als wir Anfang des Jahres, das Laminat gegen einen schönen Parkettboden austauschen ließen. Endlich Holz unter den Füßen und ein viel besseres Raumklima.
Da wir den leichten Gelbton des Tisches nicht auch im Boden haben wollten, entschieden wir uns für einen weißgrauen Eichenboden. Ein Balanceakt, der aber ganz gut gelungen ist. Da ich farblich neben den Holztönen etwas Ruhe in den Raum bringen wollte, habe ich mich für schwarz-weiße Vorhänge von Gudrun Sjöden entschieden. Bei den Stühlen waren wir uns glücklicherweise auch einig, dass wir gerne einen Klassiker haben möchten und die Stühle S 43 von Thonet sind wirklich Lieblingsstücke und sehr bequem.

Sehr viel schwieriger war die Entscheidung für ein Sofa. Der Mann beharrte auf einer breiten Sitzfläche und da habe ich ihm schließlich (leicht genervt) auch das Aussuchen überlassen. nun haben wir ein Sofa mit sehr breiter Sitzfläche und leider nicht ganz so gemütlichem Stoff, der aber recht strapazierfähig ist und auch tobende Kleinkinder verträgt. Die Kissenbezüge von H&M runden das Schwarz-Weiß-Thema wieder ab.
Noch nicht ausgepackt, aber schon da ist die neue Lampe, die der Mann tatsächlich doch wieder im schwedischen Möbelhaus gekauft hat. So schließt sich der Kreis. Das alles ist natürlich immer work in progress, die Bedürfnisse und Ansprüche an Räume ändern sich und es ist eine ständige Herausforderung in einem 120 qm2 Haus allen gerecht zu werden. Aber vergrößern um Platz für Zeug zu haben, kann nicht die Lösung sein. Daher begleitet mich das Minimalismus-Thema auch weiterhin und ich werde sicher auch bald wieder etwas dazu schreiben.

Montag, 14. August 2017

Kinderleichte Sommerküche: Pfannkuchen mit asiatischer Füllung

Pfannkuchen sind bei uns sehr beliebt! Als wir im Urlaub mal diese Pfannkuchen mit asiatischer Füllung ausprobiert haben, war uns aber noch nicht klar, dass es im Moment schwierig ist, Eier zu kaufen. Erst ein paar Tage später verschwanden die meisten Eier aus den Regalen der holländischen Supermärkte und auch jetzt wieder zurück in Deutschland, haben wir erst einmal keine Eier gekauft. Die Problematik mit Fipronil hat mal wieder deutlich gemacht, wie haarsträubend die Verhältnisse in der Tierhaltung sind. Die Infos unseres Gemüsekistenlieferanten machen noch einmal klar, dass Bio nicht gleich Bio ist und dass in den Bioland zertifizierten Betrieben, nicht mit Gift zur Desinfektion gearbeitet wird. Ich werde jetzt also wohl nur noch richtige Bio-Eier kaufen.
Pfannkuchen mit asiatischer Füllung

Pfannkuchen (für 4 - 6 Personen)

6 Eier
375 g Mehl
1/4 Liter Mineralwasser
400 ml Milch
Salz

Teig für die Pfannkuchen rühren und etwas stehen lassen

Je nach Gusto Möhren, Lauch, Sojasprossen, Mangold, Pak Choi, Paprika, Chinakohl oder in der nicht vegetarischen Variante in Sojasauce mariniertes Rindfleisch im Wok oder einer großen Pfanne anbraten und mit Salz, Pfeffer und Soyasauce würzen.

Die asiatische Mischung schmeckt lecker in den Pfannkuchen, für meinen Jüngsten musste es allerdings doch noch Apfelmus als Beilage geben.

Freitag, 11. August 2017

Rezension: Gestern und heute und morgen

Okay, das war wirklich Zufall: der Name des Autors meiner Urlaubslektüre passte perfekt zum Urlaubsort, aber das nur am Rande...
Tatsächlich ist David Bergen, der in Kanada ein preisgekrönter Bestsellerautor ist, mit "Gestern und heute und morgen" ein Roman, erschienen bei btb gelungen, der einen Seite um Seite umblättern lässt und man mag nicht aufhören zu lesen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hope, die 1930 im ländlichen Kanada geboren wird und deren Lebensgeschichte der Roman aus ihrer Perspektive erzählt. Für junge Frauen in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren gibt es nicht viele Wahlmöglichkeiten. Hope besucht zunächst eine Schwesternschule und beginnt eine Ausbildung zur Krankenschwester. Entscheidend ist aber vielmehr die Wahl des richtigen zukünftigen Ehemanns. Sie trifft sich mit Roy, der ruhig und nett ist und den sie schließlich heiratet. Schon in den Flitterwochen, in denen plötzlich von ihr erwartet wird zu kochen, wird ihr langsam klar, dass sie mit der Heirat eine Rolle eingenommen hat, die es nun zu erfüllen gilt, egal ob es ihren Neigungen und Wünschen entspricht oder nicht. Die Zweifel an sich selbst und an ihrer Situation werden für Hope zu treuen Begleitern. Sie versucht immer wieder auszubrechen, bewundert ihre Freundin Emily, die unkonventionell ihren Mann verlässt und ein Studium anfängt und ist doch gleichzeitig froh, dass sie in einem schönen Haus lebt und mit ihrem Mann verreisen kann. Das Buch heißt im Original "The Age of Hope", das Zeitalter von Hope, das Zeitalter der Hoffnung. Hope scheint ständig darauf zu warten, dass sich ihr Leben so entwickelt, wie sie es sich erhofft, dabei hat sie nur selten das Gefühl, etwas bewirken zu können.
Mich hat die Geschichte schnell in ihre Bann gezogen, denn auch wenn sie in einer anderen Zeit spielt, finden sich viele Parallelen zum eigenen Leben und es fällt leicht, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Die genaue Darstellung der Figuren, auch der Kinder von Hope und Roy, ist dem Autor sehr gut gelungen. Man könnte denken, dass die Darstellung des Lebens einer Hausfrau mit vier Kindern wenig spannendes enthält. Hopes Gedanken, die sie sich über sich, ihre Familie und die Welt macht, sind es jedoch, die weit über das kleine Städtchen Eden hinausgehen und die das Buch sehr lesenswert machen.

Mittwoch, 9. August 2017

Reisetipps Nord-Holland mit Kindern + Verlosung

Wir haben das Städtchen Bergen und seine Umgebung in Nord-Holland kennengelernt und ich gebe gerne ein paar Reisetipps weiter. Wir waren ja selbst zum ersten Mal dort und waren froh in dem überall kostenlos ausliegenden Veranstaltungskalender und Magazin von watgaanwedoen viele hilfreiche Tipps und Hinweise zu finden. Hier aber erst einmal 5 Dinge, die man in Bergen und Umgebung nicht verpassen sollte.


1. Minigolf und Essen im Natuurlijk in Egmond aan Zee

Weil es hier so leckere Burger gibt, wollten die Kinder gleich zweimal hierhin und das Minigolf-Spiel in den Dünen hat der ganzen Familie Spaß gemacht. Einen Riesenpluspunkt gibt es auch für die schöne Spielecke im Restaurant!


2. Das Zee Aquarium in Bergen aan Zee

Eine schöne Abwechslung, wenn die Sonne mal nicht vom Himmel strahlt ist das Aquarium in Bergen aan Zee. Ein kleines aber feines, neu gestaltetes Aquarium, in dem es 367 Fischarten zu entdecken gibt. Da kann einem auch der Nieselregen nichts anhaben und danach kann man ein paar Schritte weiter in einem gemütlichen Strandrestaurant aufs Meer schauen.
3. Märkte und Lichterabend in Bergen

Rund um die Ruinenkirche in Bergen finden mehrmals in der Woche während der Sommersaison schöne Märkte statt. Es gibt Kunst- und Handwerkermärkte und samstags einen sehr schönen Wochenmarkt. Ganz besonders schön soll der Lichterabend sein, den wir diesmal leider verpasst haben. Auf jeden Fall ein Grund noch einmal hinzufahren.

4. Das Duinvermaak in Bergen

Das Duinvermaak ist glaube ich für Generationen von Bergen-Urlaubern einen Institution. Hier nutzt man wirklich das Wasser aus dem Naturschutzgebiet der angrenzenden Dünen, um den Pizza- und Pfannkuchenteig herzustellen. Das über 100 Jahre alte Ausflugslokal ist renoviert und punktet mit viel Platz und einem wirklich schönen Spielplatz.

5. Die Seele baumeln lassen im Museum Kranenburgh

Nur ein paar Schritte vom Ortskern in Bergen entfernt liegt das Museum Kranenburgh im Grünen. Hier versammeln sich viele Bilder von Künstlern, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts in und um Bergen gelebt und gearbeitet haben. In der Ausstellung "Das selige Nichtstun" gibt es auch einige interaktive Kunstwerke, die auch Kindern Spaß machen und der große Garten, in dem man sich herrlich verstecken kann, tut das sowieso.

Ach ja, was man sich schenken kann... der Käsemarkt in Alkmaar ist jeden Freitagmorgen ein großes touristisches Event, aber das Gedränge und Geschiebe hat uns nicht wirklich Spaß gemacht. Dabei ist Alkmaar wirklich ein sehr schönes Städtchen, das man dann lieber mal an einem anderen Tag erkunden sollte.

Was super klappt: man kann ganz wunderbar entspannt von Alkmaar oder Castricum mit der Bahn nach Amsterdam fahren. Die Tickets lassen sich problemlos am Automat ziehen, Kinder zahlen für den ganzen Tag nur 2,50 €, Erwachsene für Hin- und Rückfahrt ca. 15 €. Tipps zum Essen gehen in Amsterdam hatte ich hier schon mal aufgeschrieben. Die Grachtenfahrten sind ziemlich teuer geworden. Einen guten Eindruck machen die Boote von Lovers Canal Cruises, es lohnt sich aber definitiv das Ganze vorzuplanen und vorher zu buchen.


Verlosung für alle Holland-Fans

Als kleines Mitbringsel habe ich euch noch eine schöne Stofftasche, einen Schlüsselanhänger und echte holländische Bonbons mitgebracht. Wer das Holland-Paket gewinnen möchte, kommentiert gerne hier im Blog (oder auf Instagram), wo in Holland ihr am liebsten Urlaub macht oder wo ihr vielleicht als Kind in Holland im Urlaub gewesen seid.

Mitmachen könnt ihr bis zum Sonntag, den 13.08.17 um 22:00 Uhr! Und vergesst nicht eine Mailadresse anzugeben, falls ich die nicht aus eurem Profil erkennen kann.
Wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen und es kann etwas dauern bis die Kommentare freigeschaltet werden. Also viel Glück und viel Spaß beim Mitmachen!

Gewonnen hat Andrea. Allen vielen Dank fürs Mitmachen!

Dienstag, 8. August 2017

So schön: wir haben Nord-Holland für uns entdeckt

Wenn man irgendwo ankommt, wo man sich gleich wohl fühlt und merkt, dass man sich das richtige Fleckchen für den Urlaub ausgesucht hat, dann kann man sich entspannt zurücklehnen und einfach nur genießen.
Mit unserem Urlaubsort und auch mit unserem Ferienhaus, hatten wir in diesem Jahr wirklich besonderes Glück. Bergen ist einfach ganz besonders und - wie wir feststellen durften, kommen viele, die einmal hier waren, gerne wieder zurück. Ich kenne keinen anderen Ort mit so vielen großen alten Bäumen, beschaulichen gepflasterten Straßen und unglaublichen Häusern. Überall spürt man, dass dieser Ort, eine lange Geschichte hat, die vor allem durch Künstler und Architekten geprägt wurde. Bergen ist nicht überlaufen, es gibt wenige Hotels und Ferienwohnungen. Dass wir hier überhaupt ein Ferienhaus bekommen haben, war wirklich ein Glücksfall, denn es war eigentlich kein Ferienhaus, sondern ein ganz normales Wohnhaus, das uns angeboten wurde.

Bei unserer Ankunft wurden wir von der Familie, die dort normalerweise wohnt, begrüßt und während die zu einer Reise in den Süden Europas aufbrachen, konnten wir für zwei Wochen ihr Haus und Garten übernehmen. Das war irgendwie ein komisches Gefühl, aber ein vergleichbares Ferienhaus hätten wir in der Gegend sicher nicht bekommen. Und so konnten wir in den wunderschönen Garten die Seele baumeln lassen und hatten viel Platz für unsere große Familie.
Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte, hatten wir doch ein paar schöne sonnige Tage und konnten den Strand genießen. Während der Mann und der große Sohn mit den Rennrädern unterwegs waren, sind wir mit den Rad durch die Dünen nach Bergen an Zee gefahren, was ein ganz besonderes Erlebnis war: Radstrecken mitten im grünen Dünenwald ohne irgendein Steinchen oder Hindernis, bergauf und bergab.

Natürlich birgt so ein Urlaub Höhen und Tiefen, Diskussionen um Einkäufe und Wegbeschreibungen, Tränen um verlorene T-Shirts, Müdigkeit und manchmal Genervtsein. Insgesamt haben wir aber alle die Familienzeit genossen, viel gespielt, lecker gegessen und waren glücklich über die kurze Fahrtzeit zurück nach Hause.

Ein paar Tipps für den Urlaub in Nord-Holland mit Kindern (und was man sich schenken kann) gibt es im nächsten Blogpost.