Montag, 9. Januar 2017

Rosenkohl - zu Unrecht verschmäht

Ja, ja ich weiß! Rosenkohl ist - zumindest wenn man inoffiziellen Umfragen auf Twitter Glauben schenkt - ein nicht sehr beliebtes Gemüse, wenn nicht gar das meist gehasste!? Und ja, auch ich mochte als Kind nicht gerne Rosenkohl, denn er erschien mir wässrig und reihte sich in ein in die lange Reihe mir nicht besonders lecker erscheinender Standardgemüsesorten der siebziger Jahre. Nun konnten die Gemüsesorten ja eigentlich nichts dafür. Es war vielmehr die Zubereitungsart der damaligen Zeit, das lange Kochen und dann womöglich auch noch eine Mehlschwitze, die jeden Geschmack und alle Vitamine vertrieben haben.
Dabei hat Rosenkohl richtig was zu bieten und ist international durchaus im Kommen. Bei wenigen Kalorien enthält er viele tolle Inhaltsstoffe, wie ungesättigte Fettsäuren, Vitamine (vor allem A, B2 und C), Kalium und Kalzium.
Mein derzeitiges Lieblingsrezept mit Rosenkohl ist eine tolle Beilage, die übrigens auch meine Kinder gerne essen:

Gerösteter Rosenkohl mit Birne

500 g Rosenkohl (frisch)
1 große Birne oder 2 kleine
1 Zwiebel
Thymian
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Zitronensaft
gehackte Haselnüsse

Vom Rosenkohl die äußeren Blättchen und den Stielansatz abschneiden und evtl. halbieren. Die Birne in Stücke schneiden und zusammen mit dem Rosenkohl und der in Streifen geschnittenen Zwiebel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln.
Im Backofen bei 200°C ca. 25 Minuten rösten lassen.
Am Schluss die gehackten Nüsse darüber geben und mit Zitronensaft abschmecken.

Die Süße der Birne und das Frische der Zitrone geben dem Kohl eine ganz neue Richtung. Wir haben am Samstag Käsespätzle dazu gegessen. Die Beilage passt aber auch gut zu Schweinekoteletts.



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