Freitag, 18. November 2016

5 liebste Bücher zum Vorlesetag

Es ist wieder so weit! Wie jedes Jahr seit 13 Jahren lädt die Stiftung Lesen in Zusammenarbeit mit der Zeit und der Deutschen Bahn zum Bundesweiten Vorlesetag ein. Mit dabei sind wieder zahlreiche Prominente und über 100.000 Vorleser und Vorleserinnen, die an verschiedenen Orten, wie Theatern, Museen, Schulen und Kindergärten vorlesen. Einfach, weil es ihnen Freude macht und weil Kinder es lieben, vorgelesen zu bekommen und weil es ihnen gut tut.
Die Vorlesestudie 2016 hat dazu die Kinder selbst befragt. 91% gefällt es gut, wenn ihnen vorgelesen wird und fast jede dritte Kind wünscht sich, dass dies öfter geschieht, denn knapp ein Drittel der Eltern liest nur selten vor. Dabei liegt im Vorlesen der Schlüssel zur Bildung und wie Anja Neubauer von der Deutsche Bahn Stiftung sagt: "Es gibt keinen Grund, den Kindern den Wunsch nach einer guten Vorlesegeschichte nicht jeden Tag neu zu erfüllen."

Leider werden die guten Vorsätze dann aber oft wieder vom Bürokratie-Wahn gebremst, denn seit 2012 müssen Vorlese-Mamas-Papas-Omas-Opas in Kindertagesstätten ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. 😦 Ganz schön viel Papierkram und Kosten, die da auf Ehrenamtliche zukommen, die in dem Fall ja vielleicht maximal eine halbe Stunde da sind und sich sehr wahrscheinlich gar nicht mit den Kindern alleine in einem Raum befinden. Ob man so das Vorlesen fördert und Menschen, die sich in ihrem Umfeld engagieren wollen, ermutigt, sei dahingestellt.

Bleibt das Lesen zu Hause, das bei uns jeden Abend vor dem Schlafengehen stattfindet und ein fester Teil der abendlichen Einschlafbegleitung ist. Auch den Eltern soll das Vorlesen ja Freude machen und das ist nicht immer so. Mit manchen Büchern kann ich einfach nicht warm werden, wieder andere werden zu echten Lieblingsbüchern von den Kindern und mir.
In Anlehnung an die Blogparade "Meine 5 liebsten Kinderbücher" von Aufbruch zum Umdenken stelle ich euch 5 Bücher vor, die ich wirklich gerne vorlese:

1. Der Grüffelo von Axel Scheffler und Julias Donaldson ist natürlich inzwischen ein echter Klassiker. Ein Buch, bei dem das Vorlesen besonders viel Spaß macht, da man ganz wunderbar in die verschiedenen Rollen schlüpfen kann. Übrigens sind eigentlich alle Bücher von den beiden dazu ganz wunderbar geeignet und auch die Reime gehen schnell ins Ohr, so dass die Kinder nach kurzer Zeit "mitlesen" können.

2. Der Bär auf dem Spielplatz von Dolf Verroen und Wolf Erlbruch wirkt durch die wunderbaren Bilder von Wolf Erlbruch, fesselt aber auch durch den Text, denn es geht um ein Thema, mit dem sich auch Kindergartenkinder auseinander setzen müssen: Ausgrenzung, Streit und Versöhnung.

3. Papa nervt von Meir Shalev ist leider nur noch gebraucht erhältlich und wird hoffentlich noch einmal neu aufgelegt, denn die in Reimen erzählte Geschichte von Jonathan, der ziemlich genervt von dem peinlichen Verhalten seines Vaters ist, macht einfach große Freude.

4. Die kleine Hexe feiert Weihnachten von Lieve Baeten mag ich ebenfalls sehr gern. Die Kinder werden beim Lesen miteinbezogen, und verfolgen ganz gespannt mit, wer da alles zu Besuch kommt und wie das Weihnachtsfest denn nun am Schluss aussieht.

5. Merlind, die kleine Zauberin von Daniela Drescher verzaubert zwar in erster Linie durch die ganz wunderschönen Bilder, lässt sich aber auch sehr gut vorlesen und zieht die kleinen Zuhörer schnell in seinen Bann.

Wir schöpfen so sehr aus dem Fundus an schönen Büchern, die wir schon haben, das es mir manchmal schwer fällt, neue Bücher auszuwählen. Wenn ihr da einen Tipp habt, was bei den Neuerscheinungen lesenswert ist, gerne her damit.

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