Dienstag, 5. April 2016

Poesiealben

Wer seine Grundschulzeit noch in den siebziger und achtziger Jahren verbracht hat, kann sich vielleicht noch an Poesiealben erinnern. Sozusagen als Vorläufer der Freundebücher wurden darin Wünsche, Gedichte und Sprüche von Freundinnen und Lehrern gesammelt. Im Nachhinein ein echt schöner Schatz an Erinnerungen.
Mein Poesiealbum von damals sieht zwar von außen nicht mehr so toll aus, enthält aber immer noch wunderschöne Sprüche und Verse. Inzwischen hat auch Linnea in das Poesiealbum einer Freundin schrieben dürfen und fand das so schön, dass sie ein eigenes beginnen wollte.
Da es an wirklich schönen Alben mangelt, haben wir im Buchladen gestöbert und sie hat sich ein schönes Blankobuch von Paperblanks ausgesucht und auch schon die Willkommensseite gestaltet. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Einträge heute von denen damals unterscheiden werden. Ob wohl auch "Rosen, Tulpen, Nelken..." und "In allen vier Ecken..." vorkommt?
Mit der Erinnerung an die Poesiealben, beteilige ich mich am Creadienstag, vielleicht ist es ja eine Inspiration, mal wieder nach dem alten zu stöbern oder ein neues zu beginnen.

Kommentare:

Sybille hat gesagt…

Oh ja, da kommen Erinnerungen auf! Ich habe mein Poesiealbum lange nicht mehr gesehen (ist in einer Schachtel mit Dingen von früher verstaut) aber ich weiß, genau diese Sprüche sind darin: Rosen, Tulpen, Nelken, das findet man sogar ein paarmal! ;)
Mir gefallen diese Art Alben eigentlich viel besser als die Freundebücher, wo schon so viel vorgedruckt ist und es mehr ums Ausfüllen geht, die leeren Seiten lassen viel mehr Raum zum Gestalten - na klar, das ist auch eine größere Herausforderung und ruft nach Kreativität... :)

einszweidreidabei hat gesagt…

An Poesiealben erinnere ich mich natürlich noch gut und besaß früher selber eins. Wo es geblieben ist, weiß ich nicht und trauer ihm auch nicht nach, denn ich verbinde damit die Erinnerung an Tränen der Mühsal, wenn ich neben Vater oder Mutter sitzen und auf Bleistiftlinien mein Verslein einschreiben mußte. Es gab nur einen Versuch und meine Hände zitterten. Mein Vater war da besonders streng und forderte ein sauberes und ordentliches Schriftbild. Schreiben als etwas Schönes zu erleben habe ich erst viel später gelernt. Als Kind begann ich die Schulzeit als Linkshänderin und als der Umstieg von Kreidetafel über den Bleistift zum Füller begann, mußte ich auf die rechte Hand umschulen so beschlossen es Lehrer und Eltern. Bis heute habe ich so meine Probleme mit der erzwungenen "Beidhändigkeit" und freue mich um so mehr, wenn man mit Komplimente zu meiner Handschrift macht. Ein Poesiealbum macht mir daher viel Streß. Schön, wenn es auch Kreativität und Persönlichkeit ausdrücken kann.