Dienstag, 20. Oktober 2015

Rezension: "Kennst du die?"


“Was man weiß, was man wissen sollte!“ hieß ein beliebtes Quiz, das unser Biologie-Lehrer gerne vor den Ferien mit uns spielte. Es ging um Allgemeinwissen aus allen Bereichen, denn damals hatte Schule noch Zeit für Allgemeinbildung. In Zeiten von “Ich google mal kurz“ scheint sich manchen Kindern und Jugendlichen der Sinn von lexikalischem Wissen nicht zu erschließen, dabei hat es seinen Wert nicht verloren.

Neugier und Wissensdurst war es auch, der viele der Menschen angetrieben hat, die das Buch “Kennst du die?“ von Manfred Mai aus dem Tulipan-Verlag vorstellt. Es ist der zweite Band eines Biografien-Projekts, das insgesamt 100 Persönlichkeiten porträtiert. Im vorliegenden Buch geht es um Wissenschaftler, Künstler, Politiker und Visionäre des 19. und 20. Jahrhunderts. In einer ziemlich bunten Mischung springt man von Otto Lilienthal über Marie Curie, Pablo Picasso, Mao Zedong und Astrid Lindgren zu Martin Luther King und Steve Jobs.

Die einzelnen Porträts gehen jeweils über knapp drei Seiten und sind mit präzisen Bleistiftzeichnungen von Dieter Wiesmüller wunderbar illustriert. Manfred Mai stellt dar, was an dem jeweiligen Menschen besonders ist und weshalb man ihn oder sie kennen sollte. Außerdem blickt er fast immer in die Kindheit der Person und fragt sich, was ihren Lebensweg bestimmt hat. Oft erfährt man dabei spannende Details, zum Beispiel, dass Bertolt Brecht fast von der Schule geflogen wäre und es seinem reichen Vater zu verdanken hat, dass er Abitur machen konnte und nicht als Soldat in den Krieg ziehen musste oder dass Mark Zuckerberg schon mit zwölf Jahren ein Programm schrieb, mit dem die Computer in der Zahnarztpraxis seines Vaters mit denen zu Hause kommunizieren konnten.

Es gibt viel zu entdecken in den “Kennst du die?“- Büchern und man kann sie auch wunderbar für “Was man weiß, was man wissen sollte!“ nutzen. Kinder ab 9 oder 10 Jahren können darin stöbern, nützliche Informationen finden und Erwachsene beeindrucken. Neben einem guten Atlas und einem Lexikon gehören die Bücher in jede Familie, für die Allgemeinbildung noch wichtig ist.

Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

1 Kommentar:

wollsocke hat gesagt…

....danke für den tipp, hab ich gleich mal für meine kinder und auch für mich bestellt...
lg
annette