Freitag, 30. Oktober 2015

Gelesen, gesehen, gespielt und gehört im September und Oktober 2015

Serien sind ja dann gut, wenn sie einen zu fesseln wissen. Dafür bedarf es nicht unbedingt einer hochspannenden Story oder eines ungelösten Kriminalfalls. Manchmal möchte man auch einfach die Entwicklung von Figuren weiter verfolgen. Eine solche Serie ist Switched at Birth. Sie spielt in Kansas City und handelt von zwei Mädchen, die im jugendlichen Alter feststellen, dass sie bei der Geburt vertauscht wurden und in ganz unterschiedlichen Familien aufgewachsen sind. Bay lebt in der Familie eines ehemaligen Baseballstars, Daphne ist mit einer alleinerziehenden Mutter ausgewachsen und außerdem taub. Schon in der ersten Folge wird dies aufgedeckt und um sich besser kennen zu lernen, ziehen Daphne und ihre Mutter in das Gästehaus der reichen Familie Kennish. Nun könnte man meinen, damit ist die Story doch quasi schon zu Ende erzählt. Aber es bleibt spannend (zumindest in den ersten beiden Staffeln, die ich bisher gesehen habe), denn es passiert viel innerhalb der Familie und ganz besonders bei den beiden Mädchen. Bisher gibt es vier Staffeln auf deutsch (drei bei Amazon Prime).

Gesehen haben wir außerdem den luftig leichten Film Ein Sommer mit Flaubert. Ein sehr französischer Film mit wunderschöner Landschaft, Dorfleben und Baguette und außerdem der Liebe zur Literatur und ein bisschen Schwärmerei.

Wer Lust und Zeit hat, ins Kino zu gehen, dem sei Picknick mit Bären empfohlen. Robert Redford und Nick Nolte begeben sich mit fast 80 Jahren auf den Appalachian Trail. Der Film lohnt sich vor allem wegen der wunderschönen Landschaft, aber die beiden alten Herren machen sich auch ganz gut. Sie philosophieren über das Leben, die Liebe und die Freundschaft und man wünscht sich, dass sie sich bald wieder auf Wanderschaft begeben. Der Film basiert auf dem Buch Picknick mit Bären von Bill Bryson.

Ganz langsam lese ich mich durch Nurturing the Soul of Your Family: 10 Ways to Reconnect and Find Peace in Everyday Life, einem Tipp von Ramona. Ich möchte immer wieder Sätze festhalten und unterstreichen. Die Autorin des Buches Renée Trudeau arbeitet in den USA sehr erfolgreich als Coach vor allem für Frauen und Mütter. Sie bietet dort auch Gruppen und Kurse an, in denen Mütter wieder zu sich selbst finden und neue Kraft schöpfen können. Das ist für mich doppelt interessant, da ich ja auch beruflich in diese Richtung gehen möchte.

So langsam verfolgt Elias auch kleine Geschichten in Bilderbüchern. Da sind die Karlchen-Bücher von Rotraut Susanne Berner genau richtig. In Gute Nacht, Karlchen! haben Papa und Sohn ein ganz besonderes Ins-Bett-bring-Ritual und die schönen Zeichnungen laden immer wieder zum Entdecken ein.

Bei meinen Eltern haben wir einige alte Spiele wiederentdeckt, die es schon in meiner Kindheit gab.
 Wer kennt nicht die vier ersten Spiele von Ravensburger. Auch ganz einfache Puzzle machen zunehmend Spaß und beim Mau-Mau hat Elias auch schon die Regeln raus. In den nächsten Wochen vor Weihnachten werde ich ganz bestimmt nochmal auf Buch- und Spiele-Tipps zurück kommen.

Ach ja und gehört und ganz begeistert waren wir von Paul O'Brian. Der kanadische Musiker und Songwriter war einige Wochen in Deutschland unterwegs und hat Workshops an Schulen gegeben. Auch unser Gymnasium hatte das Glück dabei zu sein und abends gab es dann ein Workshop-Konzert, bei dem auch SchülerInnen, die bisher noch nicht oft aufgetreten sind, ihr Talent unter Beweis stellen konnten. Die Begeisterung für Musik und das Singen hat Paul O'Brian ganz wunderbar rüber gebracht und seine CD "Blue Cottage Music" läuft in Linneas Zimmer.

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