Dienstag, 14. September 2010

Tiere essen

Das Buch und das Thema Tiere Essen von Jonathan Safran Foer sind plötzlich in aller Munde. Viele haben schon die Konsequenzen gezogen und leben vegetarisch, aber als fünfköpfige Familie, die sich bisher relativ normal ernährt hat, haben wir diesen Schritt noch nicht geschafft. Wir kaufen möglichst viel Bio und essen auch nicht täglich Fleisch, aber so dreimal die Woche eben doch. Jonathan Safran Foer argumentiert ja vor allem damit, dass der, der Fleisch ist, das Elend der Tierhaltung in Kauf nimmt. Ich gebe zu, dass ich mir das nicht immer vor Augen halte, würde aber gerne noch mehr auf Fleisch verzichten. Wie haltet ihr das? Was war für euch ausschlaggebend, euch vegetarisch zu ernähren oder eben weiter Fleisch zu essen? Ich bin gespannt auf eure Meinung.
the new book from the American author Jonathan Safran Foer is very much discussed these days in Germany

Kommentare:

Tinka hat gesagt…

Ich mag kein Fleisch und esse es auch so gut wie nie. Allerhöchstens mal ein wenig Huhn. Mein Sohn darf Fleisch essen. Er soll es selbst entscheiden und ich denke, er braucht es für seine Entwicklung, denn sonst müßte man schon aufpassen, was man kocht des Eisens wegen. Aber es gibt bei uns selten Fleisch und nie Braten oder so. Eben weil ich es nicht mag und auch nicht kochen mag. Ich finde die Massentierhaltung nicht ok, aber ansich ist es ja "natürlich" auch Fleisch zu essen. Eben in Maßen, m.E...
LG
Tinka

jademondin hat gesagt…

Ich bin seit meinem vierzehnten Lebensjahr Vegetarierin. Damals war ein Artikel in der Bravo (!) der Auslöser für mich, diese Entscheidung zu treffen. Zwischendrin hab ich mal eine kurze Phase lang wieder Fisch gegessen, aber wieder damit aufgehört. Seit ca 4 Jahren bin ich Veganer, mit gelegentlichen Ausnahmen (Butter, Joghurt), die ich mir aber auch grad abgewöhne. Das Buch traue ich mir, nicht zu lesen, hoffe aber, daß es ganz viele (vorallem Fleischesser) tun werden.

kreativberg hat gesagt…

Wir essen Fleisch ohne groß uns zu rechtfertigen. Wir leben bewusst in der Natur, nehmen so vieles, was in der Natur wächst und eben auch Fleisch. Hier ist es einfach, Fleisch von Tieren zu kaufen, die gut gehalten wurden und wo das Schlachten ohne zusätzliche Qualen geschehen ist. Darauf legen wir schon Wert. Wir essen nicht viel Fleisch, aber das schon mit Genuss, muss ich zugeben :)

mausekind hat gesagt…

ich bin ein echt leidenschaftlicher fleischesser aber eben auch ebenso leidenschaftlicher tierliebhaber...hmmm...recht inkonsequent wahrscheinlich. aber zumindest kaufen wir fleisch und wurst bei unserem biometzger hier in der nähe und fleisch gibts halt nur 1 mal pro woche...und manchmal noch 1 mal am wochenende wenns was besonderes sein soll...finde es aber schon irgendwo inkonsequent da ich selbst nie ein tier schlachten könnte aber mein körper verlangt ab und an gerade zu nach fleisch und ich empfinde es für uns als "artgerecht"...

Bianca hat gesagt…

Das Buch habe ich mir auch schon besorgt, kam aber noch nicht dazu es zu lesen! Eigentlich esse ich ganz gerne MAL Fleisch - mir würde aber 1-2 pro Woche schon reichen. Meinen Männern kann es allerdings gar nicht genug Fleisch auf dem Teller geben! Und ich glaube auch nicht, dass sich da für meinen Mann selbst nach Lektüre dieses Buches etwas ändern würde!
Für mich selbst bin ich da aber sehr gespannt!
Hast Du denn das Buch gelesen?
Liebe Grüße,
Bianca

micha hat gesagt…

Danke für eure Beiträge. Mr. Foer wird in seinem Buch ja auch nicht missionarisch und sagt, dass alle sofort mit dem Fleischessen aufhören sollen. Ein bewussterer Umgang damit und eine Reduktion der Menge würde sicher schon sehr viel bewirken.
Ich persönlich würde unseren Fleischkonsum gerne weiter reduzieren.

Pure Lebenslust hat gesagt…

Liebe Micha,
wo fange ich nur an ;o)...das ist ein tolles Thema! Also, ich habe immer Phasen in denen ich Fleisch esse (gerade zum Beispiel wieder) und dann auch wieder nicht. Das habe ich schon seit meiner Kindheit. Habe als Kind fast nie Fleisch gegessen, weil es mir nicht geschmeckt hat. Die längste fleischlose Phase dauerte 5 Jahre. Und jetzt fragst Du Dich wahrscheinlich warum ich nach 5 Jahren wieder angefangen habe - weil ich ein Mensch bin, der versucht auf seinen Körper zu hören. Als ich angefangen habe bewusst zu handeln/denken (mit 10-11 würde ich jetzt mal tippen) habe ich auf Fleisch aus moralischen Gründen verzichtet. Das ist auch heute noch mein Leitgedanke. Aber wenn ich auf meinen Körper höre, dann schreit er manchmal regelrecht nach Fleisch. Natürlich geht das nach 5 Jahren nicht von jetzt auf gleich wieder mit dem Fleisch essen. Da musste ich mich ran tasten. Aber auch jetzt esse ich eigentlich nur Wurst (auf Brot + mal ein Würstchen). Kein Steak oder Schnitzel. Und auch nur vom Bio Metzger, weil das argerechte Leben auf das jedes Lebewesen ein Recht hat, für mich eine große Rolle spielt. Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst Deinen / Euren Weg zum richten „Fleisch-Maß“ zu finden.
Liebe Grüße
Verena

Penelopeswelt hat gesagt…

Gutes Buch.
Mir schmeckt totes Tier (allein die Vorstellung!) unglaublich gut aber ich bin trotzdem schon seit einigen Jahren Vegetarierin, weil ich mich gut informiert, vieles gesehen und gelesen habe. Ich konnte es nicht mehr ertragen zu sowas beizutragen, nur des Geschmackes wegen und nicht, weil ich Hunger leide. Der Rest meiner Familie, also Mann und Kinder gehören leider zu den Fleischessern. Ich koche aber nix mit Fleisch und für die Kinder gibts hin und wieder etwas Wurst zur Brotzeit. Er ist während der Arbeit in der Kantine was er will.
So klappts ganz gut und alle sind zufrieden.
Und es gibt so viele leckere vegetarische und vegane Gericht. Hmmm...
Bin gespannt, wie Ihr weiter macht.

LG
Iris

linnea hat gesagt…

liebe micha, ich wollte schon ewig auf deinen interessanten beitrag antworten...

ich liebe fleisch sehr und gebe zu, dass ich mir einen absprung ins vegetariersein einfach nicht vorstellen kann, als jugendliche habe ich mal ein jahr kein fleisch gegessen.

momentan halten wir es mit dem fleisch so: max. 2mal pro woche gibt es fleisch oder fisch im mittagessen, nämlich am wochenende als wirkliche besonderheit. zum abendessen esse ich meist eine scheibe schinken o.ä.
unser fleisch kaufen wir nur noch bio und möglichst regional ein und ich esse immer sehr kleine mengen, weil ich eigentlich nur den geschmack brauche. das optimum ist es nicht, aber praktikabel und immerhin schon ein schritt in den bewussteren konsum.
linnea